Viele ADHS-Betroffene haben im Laufe ihres Lebens Verletzungen erfahren. Diese haben ihre Spuren hinterlassen. Die Aufarbeitung dieser Ereignisse begleitet im Idealfall den Weg, mit der ADHS bewusst zu leben, der mit der Diagnose begonnen hat.
Je nach Sichtweise der Therapieform setzt die Therapie unterschiedliche Schwerpunkte. So arbeitet z.B. die Verhaltenstherapie daran, unerwünschte Verhaltensweisen durch neue Strategien zu ersetzen.
Begleiterkrankungen
Die ADHS bringt überproportional häufig Begleiterkrankungen mit sich. Eine der häufigsten sind Depression und Suchterkrankungen.
Die Eigenverantwortung des ADHS-Betroffenen ist in beiden Fällen eingeschränkt und bedarf therapeutischer Unterstützung. Daher ist eine Psychotherapie in diesen Fällen sehr wichtig.
Trauma-Therapie
Viele ADHS-Betroffene haben traumatische Erlebnisse zu verarbeiten. Vielen ist dies nicht bewusst, da sie zur eigenen “Geschichte” gehören und ein Stück weit als “normal” empfunden werden. Dies müssen nicht immer die großen Traumata wie sexuelle Gewalt, Naturkatastrophen und Unglücksfälle sein.
ADHS-Betroffene erleben scheinbar alltägliche Situationen traumatisch. Eine begleitende Therapie, die die Achtsamkeit schult und gleichzeitig “alte Wunden” heilt, ist daher oft sehr sinnvoll.
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